Pflegeheim: Kostenanteil der Pflegebedürftigen gestiegen

Der Verband der Privaten Krankenversicherung e. V. hat zum wiederholten Male die Daten vollstationärer Pflegeeinrichtungen ausgewertet. Das Ergebnis zeigt zum Teil erhebliche Kostensteigerungen für die Pflegebedürftigen. Bundesweit ist der durchschnittliche monatliche Eigenanteil der Heimbewohner von 1.696,84 Euro (Mai 2017) auf 1.751,19 Euro (Januar 2018) gestiegen. Innerhalb von acht Monaten hat er sich damit um 54,35 Euro, das entspricht 3,2 Prozent, erhöht.

Die Entwicklung in den einzelnen Bundesländern zeigt allerdings eine enorme Bandbreite: Während die Pflegebedürftigen in Rheinland-Pfalz nun im Schnitt nur 1,52 Euro mehr bezahlen, trifft es die Baden-Württemberger mit 137,42 Euro mehr besonders stark. Letztere liegen bei der Kostenbelastung deutschlandweit an dritter Stelle. Wie in Nordrhein-Westfalen und im Saarland müssen die Pflegebedürftigen hier über 2.000 Euro im Monat für ihre stationäre Pflege selbst zahlen.

Deutschlandkarte mit den Pflegeheimkosten je Bundesland

Die Kostenunterschiede ergeben sich durch verschiedene Faktoren. So unterscheiden sich zum Beispiel die Personalschlüssel ebenso wie die Gehälter des Pflegepersonals. Da auch die Kosten für die Unterkunft mit in den Eigenanteil einfließen, spielt zudem der Mietspiegel eine Rolle. Einen bundesweiten Überblick über die Eigenanteile von Pflegebdürftigen in Pflegeeinrichtungen erhalten Sie in der PKV-Pflegedatenbank unter www.pflegeberatung.de.

  • print
  • Mail