Diagnosebasierte Fallpauschalen, so genannte "Diagnosis Related Groups" (DRGs), wurden zum 1. Januar 2004 als bundesweit verbindliches Entgeltsystem für Krankenhäuser eingeführt. Dabei werden die Krankenhausleistungen nach Art und Schweregrad der diagnostizierten Krankheiten eingestuft und entsprechend vergütet. Eine Ausnahme bilden die Psychiatrie sowie Einrichtungen für Psychosomatik und psychotherapeutische Medizin, die weiterhin nach tagesgleichen Pflegesätzen abrechnen.

Zur Bestimmung einer DRG-Fallpauschale werden einer Krankenhausbehandlung bestimmte Diagnosen und Prozeduren zugeordnet. Die Leistung eines Krankenhauses für Patienten mit gleicher Diagnose und Behandlung wird demzufolge einheitlich nach der gleichen Fallpauschale vergütet. Als Grundlage für die Berechnung der Fallpauschale dient ein sogenannter Basisfallwert, der den Preis für eine Behandlung mit durchschnittlichem Aufwand festlegt und dessen Höhe Krankenhäuser und Krankenkassen für jedes Bundesland einzeln vereinbaren (daher: Landesbasisfallwert). Je nach Schwierigkeitsgrad der Behandlung ist die zugrundeliegende DRG mit Punkten unterlegt. Diese werden mit dem Landesbasisfallwert multipliziert, der dann den DRG-Rechnungsbetrag ergibt. Neben der Fallpauschale rechnet das Krankenhaus außerdem zusätzlich Zu- und Abschläge beispielsweise für Aufwände der gesetzlichen Qualitätssicherung ab.

Eine Kategorisierung von DRG-Fallpauschalen erfolgte nach Hauptdiagnosegruppen (MDC - Major Diagnostic Category). In der DRG-Suche auf derprivatpatient.de können einzelne Diagnosen mit zugehörigen Entgelten auch über die MDC aufgerufen werden. Ausgewiesen werden jedoch nur Entgelte für die Hauptabteilungen einer Klinik (gleichzeitig der Maximalwert). Bei Eingriffen eines Belegarztes fällt das Entgelt niedriger aus. Auch Zu- und Abschläge werden von der DRG-Suche nicht berücksichtigt.