Wahlärztliche Behandlung im Krankenhaus: Abrechnung von Corona-Tests

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Testungen auf eine Corona-Infektion im Krankenhaus im Rahmen einer voll- oder teilstationären Behandlung werden ausschließlich mit dem hierfür vorgesehenen Zusatzentgelt nach § 26 KHG vergütet. Dies gilt auch bei der Behandlung von Privatpatientinnen und Privatpatienten. Die zusätzliche Abrechnung von Corona-Testungen als wahlärztliche Leistung ist unzulässig. Darauf macht der PKV-Verband aufmerksam.

Wer ins Krankenhaus muss, wird in der Regel während des stationären Aufenthaltes routinemäßig auf das Corona-Virus getestet. Die Kosten, die dem Krankenhaus für die Corona-Testungen entstehen, werden über ein sogenanntes Zusatzentgelt (§ 26 KHG) vergütet. Dieses Zusatzentgelt wird von der PKV übernommen.

Werden diese Testungen als wahlärztliche Leistungen nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet, ist dies unzulässig und nicht erstattungsfähig. Symptomlose Standardtestungen stellen keine wahlärztlichen Leistungen dar, weil sie ihrem Zweck nach auf Gefahrenabwehr und nicht auf individuelle Diagnostik/Therapie ausgerichtet sind und der Patient bzw.  die Patientin auf die Tests auch nicht verzichten kann.

Februar 2021

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