Standardtarif

Der brancheneinheitliche Standardtarif wurde 1994 eingeführt. Dieser Tarif erfüllt in der PKV vor allem eine soziale Schutzfunktion. Er richtet sich insbesondere an Versicherte, die aus finanziellen Gründen einen besonders preiswerten Tarif benötigen. Deshalb ist der Standardtarif auch nur für bestimmte, vom Gesetzgeber definierte Personengruppen geöffnet.

Der Standardtarif steht Versicherten, die ihren Vollversicherungsvertrag vor dem 1. Januar 2009 abgeschlossen haben, unter folgenden Bedingungen offen:

  • ab vollendetem 65. Lebensjahr mit mindestens 10-jähriger Vorversicherungszeit in der PKV
  • ab vollendetem 55. Lebensjahr mit mindestens 10-jähriger Vorversicherungszeit in der PKV und einem Einkommen unter der aktuellen Versicherungspflichtgrenze
  • altersunabhängig bei Bezug einer Rente oder Pension aufgrund von Erwerbsunfähigkeit, mindestens 10-jähriger Vorversicherungszeit in der PKV und einem Einkommen unter der aktuellen Versicherungspflichtgrenze. Familienangehörige, die bei einer GKV-Mitgliedschaft des Versicherten familienversichert wären, können ebenfalls in den Standardtarif wechseln.

Die Leistungen orientieren sich am Niveau der Gesetzlichen Krankenversicherung, der Beitrag ist auf den Höchstbeitrag der Gesetzlichen Krankenversicherung begrenzt (2018: 646,06 Euro monatlich).

Neukunden ab 2009 steht anstelle des Standardtarifs der Basistarif zur Verfügung.

Weitere Informationen über den Standardtarif finden Sie in der Broschüre „Sozialtarife der PKV“.