

Heilmittel sind Anwendungen und Behandlungen, die im Wesentlichen von Angehörigen folgender staatlich anerkannter Ausbildungsberufe erbracht werden:
Die Ausbildung zum Physiotherapeuten beziehungsweise Masseur und medizi-nischen Bademeister wird in Deutschland seit 1994 durch das Masseur und Physio-therapeutengesetz (MPhG) geregelt. Zu den Behandlungsmethoden zählen u. a. die Krankengymnastik, Physikalische Therapie, Massage, Inhalationstherapie und Bäder.
Logopäden beschäftigen sich mit Diagnostik, Therapie und Beratung bei Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen bei Patienten jeden Alters. Hierzu gehören z. B. Sprachentwicklungsstörungen bei Kindern wie auch neurologisch oder traumatisch bedingte Sprachstörungen des Erwachsenen nach abgeschlossener Sprachentwicklung. Die Ausbildung ist im Gesetz über den Beruf des Logopäden geregelt.
Die Ergotherapie (Gesetz über den Beruf des Ergotherapeuten) beziehungsweise Beschäftigungs- und Arbeitstherapie findet Anwendung bei Störungen der Motorik, der Sinnesorgane sowie geistiger und psychischer Fähigkeiten. Ziel ist es durch Verbesserung, Wiederherstellung oder Kompensation der beeinträchtigten Fähigkeiten dem Patienten eine größtmögliche Unabhängigkeit im Alltag zu ermöglichen.
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